{"id":4886,"date":"2026-01-20T09:20:43","date_gmt":"2026-01-20T09:20:43","guid":{"rendered":"https:\/\/glaswunder.eu\/?p=4886"},"modified":"2026-01-31T15:09:16","modified_gmt":"2026-01-31T15:09:16","slug":"folge-1-die-anfaenge-wer-wir-sind-warum-wir-hier-sitzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.glaswunder.eu\/en\/folge-1-die-anfaenge-wer-wir-sind-warum-wir-hier-sitzen\/","title":{"rendered":"Folge 1: Die Anf\u00e4nge &#8211; wer wir sind &amp; warum wir hier sitzen."},"content":{"rendered":"<p>In Episode 1 &#8211; Sprechen wir mit Markus Klante von Crushed Eyes Media dar\u00fcber, wie wir auf Idee kamen diesen Podcast zu machen und was uns bewegt hat, im September 2025 ein Gesch\u00e4ft f\u00fcr Christbaumschmuck in Coburg zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Spotify Embed: Episode 1: Die Anf\u00e4nge - Wer wir sind &amp; warum wir hier sitzen.\" style=\"border-radius: 12px\" width=\"100%\" height=\"152\" frameborder=\"0\" allowfullscreen allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/5nUiHcnpQOO0NDfPGnOVh4?utm_source=oembed\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Transkript<\/summary>\n<p>Herzlich willkommen bei Glasklar, dem Podcast von Glaswunder. Hier sprechen Dennis und Taleka \u00fcber Tradition, Handwerk und die Menschen, die beides am Leben halten. In Episode eins: Die Anf\u00e4nge. Wer wir sind? Warum wir hier sitzen und wie aus einer Kinderbegegnung im Brauhaus eine gemeinsame Geschichte wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Herzlich willkommen im Glasklar Podcast von Glaswunder. Wir sprechen heute in Episode eins \u00fcber das Thema: Die Anf\u00e4nge. Wer sind wir eigentlich? Warum sitzen wir heute hier? Und unser Gast heute ist Markus Klante von Crushed Ice Media. Dennis Feliz, Gr\u00fcnder und auch Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von der Seofux GmbH und ja Initiator von Glaswunder und meiner Wenigkeit, Taleka Filiz, Ehefrau und auch Inhaberin und Mitbegr\u00fcnderin von Glaswunder. Dann w\u00fcrde ich sagen, fangen wir einmal an und starten mit Markus. Markus, stell dich doch bitte einmal kurz vor. Was machst du? Wo kommst du her? Und &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Fangen wir an. Wo komme ich her? Ich komme aus dem Rheinland. Hab dann studiert in Ilmenau, was wiederum gar nicht so weit weg ist von Coburg. Habe auch Coburg dadurch immer sehr oft gesehen, wenn wir Richtung S\u00fcden gefahren sind von Ilmenau aus. Habe dann noch lange Zeit in Freising gelebt und bin \u00fcber Freising und Orte drumherum auf einmal in Coburg gelandet. Ich habe Medientechnologie studiert, Schwerpunkt Medienproduktion, habe dann eine Zeit lang in der Online-Kommunikation bzw. PR gearbeitet. Und dann habe ich einen etwas ungl\u00fccklichen Zeitpunkt gew\u00e4hlt, mein Studium zu beenden. Hat dann eine Zeit lang nicht so richtig geklappt und dann habe ich mir gedacht, wei\u00dft du was, eigentlich wollte ich eh immer selbstst\u00e4ndig sein. Habe dann jemanden gefunden, der das auch sein wollte und dann haben wir die erste Firma gegr\u00fcndet. Und dann habe ich zwei Jahre sp\u00e4ter bin ich dann halt als erstmal Einzelunternehmer losgezogen und bin dann 2017, meine Projekte hatten sich vergr\u00f6\u00dfert, bin ich dann mit Crushed Ice in Verbindung gekommen. Ja, die haben mir gesagt, du hast interessante Kunden, m\u00f6chtest du nicht zu uns kommen? Ich habe gesagt, ja, ich kann die eh nicht mehr alleine bearbeiten. Ich komme gerne zu euch und bin jetzt dann seit 2017 Teil und Gesellschafter von Crushed Ice Media.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Also auch ein sehr aufregender&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Ja, bin ein bisschen rumgekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Ja, also sowohl wohnort technisch als auch im unternehmerischen Dasein. Wie ist es denn dazu gekommen, dass Coburg f\u00fcr dich und deine Familie zum Lebensmittelpunkt wurde?<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Meine Frau kommt aus Coburg. Wie wir uns kennengelernt haben, war das aber im S\u00fcden mehr von Deutschland, genauer genommen in Zolling, im Ortsteil Angerberg. Und nach einiger Zeit haben wir festgestellt, dass wenn sich das Ganze so weiterentwickelt, brauchen wir eben mehr Platz. Der M\u00fcnchner Speckg\u00fcrtel bot sich irgendwie nicht so richtig an und es gab halt das leere Elternhaus. Und ja, ich glaube, Ende 2017 haben wir das erste Mal gesagt, ja, ich meine, war vielleicht der ein oder andere Gl\u00fchwein mehr drin, so, aber warum machen wir das nicht? Dann haben wir uns dann Anfang 2018 sehr intensivst mal damit besch\u00e4ftigt und dann haben wir auf einmal das Elternhaus von Julia gekauft und renoviert und sind dann seit 2019 hier in Coburg. Das sind jetzt auch schon wieder sechs Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Wenn ihr sagt, ihr habt renoviert, dann hast du ja auch so ein bisschen neben deiner Produktionsarbeit, die du beruflich machst, auch bestimmt handwerklich so ein bisschen Geschick. Was uns ja auch so ein bisschen dazu bringt, dich mal zu fragen, wie du die Faszination f\u00fcr kleine lokale Gesch\u00e4fte hier in Coburg definierst.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Ich w\u00fcrde das umformulieren. Die kleineren L\u00e4den an sich sind jetzt gar nicht das, was mich so fasziniert. Meistens ist es wirklich, wenn das, was sie machen. Ich habe relativ fr\u00fch festgestellt, dass ich einen gewissen Fable habe f\u00fcr, Geschichtenerz\u00e4hlen. Und das Geschichtenerz\u00e4hlen fand ich schon immer ganz cool. Und, meine erste gro\u00dfe Geschichte, die dann auch geklappt hat als Selbstst\u00e4ndiger, war, dass ich den einen Mitarbeiter des Historischen Instituts von Siemens kennengelernt habe. Und der wollte damals auch immer die Geschichten erz\u00e4hlen: Wie kam es \u00fcberhaupt dazu? Wie ist Siemens entstanden? Wer waren diese<br>Menschen dahinter? Und so haben wir halt das war eins der ersten Projekte, da haben wir, unseren Moderator ausgestattet mit einem Riesenmikrofon, sind quer durch Deutschland gefahren, haben in Hannover angefangen, sind irgendwann an die Ostsee gefahren, von dort dann wieder nach Berlin und haben so ein bisschen so die ersten, da haben wir die Kindheitsgeschichte von Werner von Siemens immer abgefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka &#8211; Wow.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Ja, mit, wo sie das, wo sie gro\u00df geworden sind, den P\u00e4chter haben wir dort interviewt, weil da gibt es so&#8230; Dann waren wir in der Grundschule, wo er gewesen sein soll, wo wir dann halt mit einer Rektorin geredet haben und sind dann halt in Berlin gelandet, wo es dann halt in der Siemensstadt die ersten Sachen gab. Und diese Geschichten, die habe ich mit dem Florian, viel \u00f6fter noch erz\u00e4hlt. Wir sind auch mal nur&#8211; haben eine Geschichte \u00fcber den, damaligen Partner von Siemens gemacht, den Halske. Dann sind wir Wir sind einmal quer durch die Welt geflogen, waren in S\u00fcdafrika, Brasilien und Mexiko und haben die ersten Projekte von Siemens dort, versucht zu finden. Und dieses da auch. Es ging halt immer auch um das Handwerk, ne.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab in die Werkstatt. Was hat er eigentlich als allererstes gemacht? Und das finde ich, ist immer irgendwie das, was dann&#8230; Diese Geschichten finde ich cool, auch hier, Glasblauen. Wir sind, was ich vorher gar nicht wusste, in einer Region und einer Stadt, die selber eine anscheinend sehr lange Geschichte hat mit Glas. Ja, und dann kommt ihr jetzt hierher und sagt: \u201eJa, wir machen mal einen Laden auf.&#8220; Wir verkaufen jetzt ganzj\u00e4hrig Weihnachtskugeln. Mal gucken. So ungef\u00e4hr, ja. Und dann, ja, in der ersten Idee hatten wir ja noch ein bisschen anders dr\u00fcber nachgedacht, wie dieser Podcast aussehen k\u00f6nnte. Dann kamst du ja mit deiner &#8230; Also Dennis, ne, ihr k\u00f6nnt das ja nicht sehen. Kam der Dennis dann mit so einer Liste, so: \u201eHier haben wir mit ein paar Leuten gesprochen, die w\u00e4ren jetzt alle so irgendwie dabei, so.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann habe ich auch wieder dar\u00fcber nachgedacht. Eigentlich ist es n\u00e4mlich jetzt lustig und jetzt kommt der Clou an der Geschichte: Wir fragen mehr oder minder Coburger und wir sind die Zugezogenen. Das hei\u00dft, ich lerne schon wieder Geschichte oder Geschichten \u00fcber eine Stadt, in der ich ja jetzt erst seit sechs Jahren lebe. Und da dachte ich mir, das ist doch ein guter Aufh\u00e4nger, dass hier so drei Zugezogene von Coburgern mal aufgekl\u00e4rt werden: Was macht Coburg eigentlich vielleicht aus? Was lernen wir hier noch und was, was erfahren wir von Leuten, die vielleicht l\u00e4nger schon hier leben? Ja, nicht jeder ist ein Coburger, das m\u00fcssten wir dann auch noch mal rauskriegen. Aber die l\u00e4nger hier leben, die versuchen auch ihren \u2013 wie sagt man so \u2013 ihren Footprint in der Stadt zu hinterlassen, so ihren Namen irgendwo, in eine Chronik reinzubringen, wo du dann auch denkst so: \u201eHm, gut. Ja, vielleicht ist uns das dann auch mal irgendwann verg\u00f6nnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Dann w\u00fcrde ich mal r\u00fcberspringen zu meinem Mann, dass du dich vielleicht auch einmal kurz vorstellst: Wo kommst du her und warum sitzt du eigentlich heute hier?<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Ja, warum sitze ich heute hier? Markus kam auf die Idee zu sagen: \u201eMensch, ihr habt doch jetzt so einen tollen Laden aufgemacht. ich erz\u00e4hl gerne Geschichten. Lass uns doch einen Podcast machen.&#8220; Und, ich fand die Idee vom ersten Tag an irgendwie total super und dachte mir: \u201eJa, wir haben auch ein bisschen was zu erz\u00e4hlen, n\u00e4mlich zum einen \u00fcber das Handwerk an sich, was, wie Markus ja gerade schon gesagt hat, &#8217;ne Historie hat hier in der Region und zum anderen halt auch \u00fcber die Stadt an sich.Und deswegen auch der Gedanke, durchaus \u00e4hm unsere Nachbarn hier im direkten Umkreis auch in diesen Podcast mit einzubeziehen.Und hab zwei, drei Telefonate gef\u00fchrt und bin auch offene T\u00fcren eingerannt, also sowohl bei Markus Zimmer als auch beim Paul ah Heller von der Galerie Sp\u00e4t oder bei den Stadtmachern, die von der Idee begeistert waren.Und dann haben wir gesagt: \u201eKomm, dann setzen wir uns jetzt einfach mal hin und machen das.&#8220; Und deswegen sitzen wir jetzt hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Erz\u00e4hl uns doch mal ein bisschen was so \u00fcber dich, \u00fcber deinen pers\u00f6nlichen Werdegang. Markus hatte ja schon erz\u00e4hlt, wir sind drei Zugezogene. Wo kommst du denn her?<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Ja, ich komme aus Berlin, genauso wie du. Wir beide sind ja geboren in Berlin, haben uns dort kennengelernt und haben uns 2023 ja erst entschieden, nach Coburg zu gehen. Thema Christbaumschmuck kam eigentlich mal \u00fcber so kleines Kundenprojekt, wo ich einfach erst mal nur den Webshop gebaut habe f\u00fcr zustande. Und irgendwie hat mich dieses ganze Thema handgefertigter Christbaumschmuck aber nicht mehr losgelassen. Und dann kam irgendwann 2022 so die Idee: Warum nicht eigentlich eine kleine eigene Marke auflegen, die sich auch wieder ganz bewusst auf das regionale Handwerk beschr\u00e4nkt. Wir kommen da sp\u00e4ter noch zu im Detail, warum, wieso, weshalb. Ja, und dann haben wir 2022 ja gemeinsam schon gesagt: \u201eAch komm, wir machen so einen kleinen Popup-Store einfach mal auf. Ah Onlinehandel, das konnten wir, aber wir wollten ja auch mal schauen, was so als lokales Gesch\u00e4ft funktioniert und hatten uns 2022 entschieden, zusammen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das B\u00fcro umzubauen. Kannst dich dran erinnern?<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Oh ja, oh ja. Also wobei, \u00e4hm um meine Hintergr\u00fcnde kurz zu beleuchten: \u00c4hm, ich bin<\/p>\n\n\n\n<p>eigentlich gelernte Steuerfachangestellte, hab 2013 meine Ausbildung angefangen, die &#8217;15 abgeschlossen und habe &#8217;22 dann den Ausstieg aus der Branche geschafft. Bin &#8217;22 \u00e4hm zu Dennis mit in die Firma eingestiegen, wo ich dann auch gleich den Hut aufbekommen habe, so zum Thema Glawunder mit Kreativ sein. Und in dieser Nacht-und-Nebel-Aktion hab ich gesagt: \u201eWir haben jetzt &#8217;n knappes Jahr an Glawunder gearbeitet und online der Shop steht. Und das ist auch ganz cool, aber was h\u00e4ltst du denn davon, wenn wir die B\u00fcrofl\u00e4che in Reinickendorf einfach mal umbauen? Und ich hab dann auch relativ schnell ein gutes Konzept gehabt, wo du nur die H\u00e4nde \u00fcberm Kopf zusammengeschlagen hast du gesagt: \u201eDie Frau ist verr\u00fcckt.&#8220; Ich bin dann in den Tegeler Forst, hab mit dem F\u00f6rster gesprochen und durfte mir dann da Moos mobsen, hab \u00c4ste in den Laden geschleppt und habe diese gesamte B\u00fcrofl\u00e4che von knapp hundert Quadratmetern in eine kleine, ja, Waldwinterlandschaft verwickelt. Und da war so das erste Mal, dass wir die M\u00f6glichkeit hatten, das, was wir online schon pr\u00e4sentiert haben, auch mal in Anf\u00fchrungsstrichen der breiten Masse zug\u00e4nglich zu machen und zu sagen: \u201eDas ist deutscher Christbaumschmuck und das ist das, woran wir jetzt ein Jahr lang gearbeitet haben und haben da die T\u00fcren das erste Mal auch so ge\u00f6ffnet, um den Leuten die M\u00f6glichkeit zu geben, das auch mal anzufassen, weil aus dem Onlinehandel heraus bestellst du deine Ware, wei\u00dft nicht, wie es sich anf\u00fchlt, wei\u00dft nicht genau, wie es aussieht und war eigentlich eine-Witzige Aktion, dass wir aus einem Wochenende gleich einen Pop up Store zwei Punkt null zwei Wochen sp\u00e4ter noch mal gemacht haben , weil auch die Nachfrage ja sehr gro\u00df dann war und die Leute dann doch entt\u00e4uscht waren, als wir am Sonntag geschlossen und am Montag B\u00fcrofl\u00e4che wieder da waren, gesagt haben: \u201eAber hier war doch was.&#8220; Und von daher, ja, du hattest immer schon das Motto: Klasse statt Masse. Das bedeutet dir ja sehr viel.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus &#8211; Richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Versuch uns doch mal da so ein bisschen mitzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Ja, ich sage immer, der Begriff an sich Klasse statt Masse sagt es ja schon. Ich war irgendwann, so nachdem man dann Jahre im Onlinehandel verbracht hat, und es eigentlich nur noch darum geht, irgendwie bis auf den letzten Cent im Einkauf zu feilschen und knallharten Preiskampf zu machen, die billigsten Waren f\u00fcr m\u00f6glichst viel Marge auf den gro\u00dfen Marktpl\u00e4tzen anzubieten. Da hatte ich irgendwann einfach keine Lust mehr drauf. F\u00fcr mich war das einfach nur noch so dieses, man man schiebt Ware von A nach B, die aber keinen emotionalen Wert irgendwie haben. Und da wollte ich weg von und, hab dann gesagt: Nein, das die eigentlich, dieses traditionelle<\/p>\n\n\n\n<p>Christbaumschmuckhandwerk, da steckt Geschichte hinter. Da steckt so viel Geschichte hinter, dass es f\u00fcr uns Sinn macht, dar\u00fcber einen Podcast zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>und dass es aber auch ein Kulturgut ist, was es zu zu sch\u00fctzen gilt irgendwo und ich auch keine Lust mehr darauf habe, irgendwie mit einem ganz kleinen Bruchteil von Marge Container ah zu bewegen, sondern lieber zu sagen, ich verkaufe dann halt nur eine Handvoll Christbaumkugeln, aber die dann halt vern\u00fcnftig und mit mit der richtigen Einstellung dahinter. Und ja, das war mehr oder weniger auch das, wo wir dann gesagt haben, wir ah gr\u00fcnden deshalb Glashunder.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Damit haben wir jetzt zumindest mal gekl\u00e4rt, warum wir den Laden haben und warum wir jetzt Podcast machen. Was wir jetzt noch gar nicht gekl\u00e4rt haben, ist, warum kennen wir uns eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis &#8211; Richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Und damit k\u00e4men wir jetzt schon wieder zum Punkt.Vielleicht k\u00f6nnen wir es doch einbauen, was vorhin passiert ist, weil dass wir uns kennen, liegt nicht an uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka &#8211; Genau<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Stimmt, wir haben uns n\u00e4mlich kennengelernt \u00fcber unsere Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Als wir &#8217;23 hierhergezogen sind, haben wir mit Besuch uns damals im Brauhaus zum Stadel niedergelassen. Das war mit meiner Mutter, mit meinem Stiefvater und mit Hanna. Und Hanna als Einzelkind war halt \u00e4u\u00dferst gelangweilt, wenn Oma und Opa und Mama und Papa da sitzen und nur quatschen. Und da hat sie am Nachbartisch zwei Kinder gesehen und dann guckte sie uns an und hat gefragt, ob sie denn nicht mal hingehen kann und die beiden fragen kann, ob sie denn nicht mit denen spielen kann. Und ja kurzum, die drei haben sich super verstanden, dass als es dann, als wir dann Hanna zu uns gerufen haben, weil wir gehen wollten, ah Jonathan und Hanna uns mit gro\u00dfen Rehaugen angeschaut haben und gesagt haben: \u201eAlso die Hanna hat erz\u00e4hlt, ihr wohnt jetzt in Coburg und wir k\u00f6nnen uns gut leiden und wir wollen uns gerne wiedersehen. Ihr m\u00fcsst jetzt zu meiner Mama gehen und dann m\u00fcsst ihr Handynummern austauschen.&#8220; Und das war ja in einer Situation, die f\u00fcr euch auch grade etwas turbulent war, so kurz vor eurer Eheschlie\u00dfung. Und da wir dann zu euch<\/p>\n\n\n\n<p>an den Tisch gegangen sind und gesagt haben, es kommt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber unsere Kinder wollen sich gerne wiedersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Ich erinnere mich gut an den ersten Blick, den ich von dir kassiert habe. So: &#8222;Was will der Typ von mir?&#8220; Bis ich dann erkl\u00e4rt habe, nein, ich bin der Papa von dem Kind, mit dem dein Kind gerade schon seit einer Stunde spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Genau und wir sind jetzt sehr gerne &#8230;Ihr habt aber auch gedacht, ihr seid, ihr werdet oder seid ihr da schon hergezogen?<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Wir sind schon hergezogen.Das war das erste Wochenende, ja wo wo wir nach unserem Umzug hier waren, ja<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Genau, ihr m\u00fcsst euch dann eh auch noch ein bisschen zurechtfinden und dann&#8230;Ja, dann heiratet ihr mal. Ihr findet euch mal ein Packt mal den letzten Koffer aus und dann k\u00f6nnen wir mal gucken, dass die Kinder sich wiedersehen<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Und das hat, das hat eigentlich ah ja super funktioniert. Ich meine, das sind jetzt auch schon fast zwei Jahre, ne, die wir ah uns ah auch so sehr viel sehen. Und ich kann mich noch dran erinnern, als wir dann erz\u00e4hlt haben, so nach den ersten ein, zwei Treffen, so was jeder so beruflich macht. Und wir ja, wir haben neben unserer Onlinemarketingfirma ja noch unser Projekt Glashunder, wo wir halt mundgeblasenen und handbemalten Christbaumschmuck aus dem Th\u00fcringer Raum anbieten. Als wir dann auch noch Anfang des Jahres f\u00fcnfundzwanzig dann um die Ecke kamen mit: \u201eAch ja, wir haben da jetzt so ein neues Projekt. Wir mieten da die Fl\u00e4che im Stadthaus , war Markus so: \u201eOh, da gibt&#8217;s eine Geschichte zu erz\u00e4hlen.&#8220; Wir k\u00f6nnten ja mal. Und ich glaube, das war eigentlich so der Moment, wo wir halt auch festgestellt haben, wir verstehen uns privat sehr gut. Wir haben irgendwie wieder eine Geschichte zu erz\u00e4hlen, was einfach auch so interessant ist, glaube ich. Ich wei\u00df nicht, ob du mit Christbaumschmuck und so Glasdesign vorher schon mal gro\u00df in Ber\u00fchrung gekommen bist und mit der Entstehungshistorie und so?<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Nein. Da, wo ich herkomme, Hennef, ist die Eifel nicht weit.In der Eifel ist Monschau.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es so eine Glasbl\u00e4sergeschichte, wo du dann halt auch hin, eine, hier am Ofen zugucken kannst, wie er es macht. Deswegen Glasbl\u00e4serei hatte ich vorher schon gesehen. Gibt&#8217;s, also die Eifel kann das auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Wobei ja Lauscha nun als Geburtsstunde des Christbaumschmucks ja so deklarieret wird. Also das darf man ja auch nicht untersch\u00e4tzen, nur hattest du es vorhin kurz angesprochen, Dennis, dass es ein Kulturgut ist, was es zu sch\u00fctzen gilt. Da kann man auch mal anbringen, dass es ein immaterielles Kulturerbe Deutschlands ist, was von der UNESCO gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die UNESCO ist da auch dran, das auch zum weltweiten Kulturgut erkl\u00e4ren zu lassen, weil es die Geburtsstunde eben in Lauscha und um Lauscha herum gegeben hat. Auch wir beziehen unsere Ware ja eigentlich nur aus Lauscha und, den kleinen Ortschaften um Lauscha herum, sind da auch wieder sehr regional, sind, auch da in der gl\u00fccklichen Position, dass wir wissen, wo unsere Glaswaren produziert werden, dass wir in die Werkst\u00e4tten reingehen k\u00f6nnen, dass wir, einen Gro\u00dfteil unserer Malerinnen und auch Glasbl\u00e4ser wirklich, kennen und die M\u00f6glichkeit haben, individuell f\u00fcr uns Dinge anzupassen, kurzfristig, Projekte verwirklichen k\u00f6nnen und, auch einfach das Handwerk f\u00f6rdern k\u00f6nnen, weshalb dieser Podcast und der Glaswunder Store, in dem wir uns jetzt auch gerade befinden, eigentlich ein, ja, kleiner, kleiner Schlenker ist von einer B\u00fcrofl\u00e4che in Berlin mit einem Pop-up-Store zu einem ersten lokalen Gesch\u00e4ft am Markt in Coburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Und der Weg dahin zu diesem Gesch\u00e4ft war auch gar nicht so einfach. Also vor allem auch erst mal die passenden Glasbl\u00e4ser zu finden in Lauscha und Umgebung, war gar nicht so einfach. Also, da hab ich mir mal ein Wochenende Zeit genommen und, bin mal zwei, drei Tage lang, in Lauscha und Umgebung alle Glasbl\u00e4ser abgefahren und hab einfach \u00fcberall mal an der T\u00fcr geklopft und hab gesagt: &#8222;Hallo, ich bin der Dennis. Ich habe vom Glasblasen gar keine Ahnung. Ich betreibe einen Webshop und ich m\u00f6chte gerne Christbaumschmuck bei euch einkaufen.&#8220; Und dann hab ich ganz sch\u00f6n viele schiefe Blicke geerntet.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>H\u00e4?Ich kann mich an dein frustriertes Gesicht nach dem Wochenende echt gut erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Ja, war gar nicht, so einfach, dort \u00fcberhaupt erst mal, anzukommen, weil man doch Eink\u00e4ufern gegen\u00fcber sehr vorsichtig war. Das hat auch einen Hintergrund. Da ist, in den Neunzigern und der 2000er, Anfang der 2000er, viel halt von den gro\u00dfen Kaufh\u00e4usern eingekauft worden. Eink\u00e4ufer waren so verschrien, das was ich vorhin schon kurz angedeutet habe, so dr\u00fccken bis auf den letzten Cent. Und so bin ich mehr oder weniger auch erst mal, empfangen worden. Man hat mich erst mal so gemustert und geguckt: Mal gucken, was der Typ hier will. Am Ende haben wir Gott sei Dank viele, viele nette Glasbl\u00e4serfamilien, dann gefunden. Das war aber auch ein langer Weg. Man musste da ein bisschen Eis brechen, die mittlerweile mit uns in einer supertollen Zusammen, arbeit, arbeiten. Und am Ende dieser Tour, stand ich eigentlich noch da und war ziemlich frustriert, weil, zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht so richtig gleich jemand bereit war, meine Begeisterung zu teilen und zu sagen: &#8222;Ha, hier, wir wollen f\u00fcr dich produzieren. Mit einer Ausnahme. Der Markus, Scheffler, der hat, mir damals die T\u00fcr aufgemacht und gesagt, er findet die Idee und das Projekt super und es ist genau der richtige Weg zu sagen, nicht mehr auch in Deutschland und in der ganzen Region nicht mehr so viel auf Massenproduktion zu gehen, sondern eher dieses Thema Klasse statt Masse hervorzuheben.Und mit dem haben wir dann auch zwei Jahre supergut zusammengearbeitet. Das hat super toll funktioniert. Und haben dann Anfang des Jahres weiter ausgebaut auch mit weiteren Glasbl\u00e4sern dann zusammenzuarbeiten. Und da kam er vor allem das ist ja am Ende gar nicht so auf, auf meinem Mist gewachsen. Das war ja eher dein Erfolg dann, dass du dort mit deiner Runde in Lauscha, dann viel, viel mehr offene T\u00fcren eingerannt hast als ich damals<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Ja, seit zwei Jahren besuchen wir hier diesen wundersch\u00f6nen kleinen Weihnachtsmarkt in Coburg und ich selber bin immer so ein Mensch, wenn ich irgendwo hinfahre oder wenn ich Besuch habe, man nimmt immer so was kleines Regionales mit. Und auf dem Weihnachtsmarkt bin ich jetzt nicht der Mensch, der Tassen sammelt. Ich kenn ganz, ganz viele, die von jedem Weihnachtsmarkt sich eine Tasse mitnehmen. Ich geh\u00f6re nicht dazu. Ich suche immer nach so anderen kleinen Dingen und habe festgestellt, Coburg hat keinen Christbaumschmuck, obwohl ja Coburg eine Region ist, die viel schon mit Glas und Christbaumschmuck auch zu tun hat. Aber es gibt jetzt nicht das<\/p>\n\n\n\n<p>It-Piece, was du aufm Weihnachtsmarkt kriegst und hatte Anfang des Jahres dann einfach mal eine E-Mail an unseren Oberb\u00fcrgermeister geschrieben mit der Bitte ein Gespr\u00e4ch, weil ich mir dachte, na ja, meine neue Wahlheimat Coburg. Ich m\u00f6chte irgendwie, ich f\u00fchle mich hier so wohl, ich m\u00f6chte der Stadt was zur\u00fcckgeben. Vielleicht kann man das ja in Verbindung mit der Stadt machen. Hab selber aber auch noch nie mit einer Stadt zusammengearbeitet und war eigentlich nur da, um mal so abzukl\u00e4ren: Was muss ich ber\u00fccksichtigen? Darf ich alles auf so eine Kugel machen oder gibt&#8217;s da Einschr\u00e4nkungen? Und hatte da einfach mal um den Termin gebeten und habe im Rathaus dann Kann ich den Termin bekommen, mit einem sehr lehrreichen Plan, auch was man zum Beispiel machen darf und was nicht. Also man darf zum Beispiel nicht einfach alles drucken, einiges ist unter Schutz. Und dann kam auch so die Idee f\u00fcr den Glaswunderladen, so das erste Mal und dann hie\u00df es aber, naja, wenn ich so einen Glaswunderladen mache, dann muss ich ja auch irgendwie schauen, dass ich Ware rankriege. Und wir hatten Anfang des Jahres dann auch die Hiobsbotschaft, dass unser damaliger Produzent leider Insolvenz anmelden musste und wir halt auch dieses Problem hatten, wir brauchen, wenn wir Glaswunder weiter betreiben wollen, Produzenten. Und gerade mit dem Gedanken im Hinterkopf, man m\u00f6chte auch eine Ladenfl\u00e4che aufmachen ohne Ware, ist das auch ein bisschen schlecht. Und dann bin ich nochmal hochgefahren nach Lauscha, hatte vorher noch mal ein paar Telefonate gef\u00fchrt und habe gesagt, hey, wie schaut es denn aus? Und hatte da dann tats\u00e4chlich das Gl\u00fcck, vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und vielleicht auch so ein bisschen den Gro\u00dfstadtcharme zu machen. Ich wei\u00df noch, dass ich bei einem meiner Glasbl\u00e4ser, ja so vielleicht ein bisschen overdressed ankam mit hohen Schuhen und Businesskleidchen und Blazer und Schal da in diese H\u00fctte reinmarschiert bin und dann aber auch gesagt habe, du, das ist dein Zuhause, deine Werkstatt. Ich habe jetzt nicht erwartet, dass du mir im Anzug gegen\u00fcber sitzt, sondern ich bin vollkommen fein, dass du hier in deiner Arbeitskleidung sitzt, dass der Brenner hier vor sich hin flammt, dass es ein bisschen nach Farbe und auch nach Ru\u00df stinkt, bin ich vollkommen fein.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so haben sich dann die Gespr\u00e4che tats\u00e4chlich ergeben. Und was ich auch festgestellt habe, viel \u00fcber Empfehlung. Und der Michael Haberland ist auch ein Mensch, der mir pers\u00f6nlich sehr, sehr viel auch Empfehlungen ausgeschrieben hat und gesagt hat, ey, wenn du noch was brauchst, dann geh doch mal zu denen oder geh doch mal hierhin oder ich kenne da jemanden, der k\u00f6nnte vielleicht auch passen. Und so f\u00fchrt man dann halt kleine Gespr\u00e4che mit unterschiedlichsten Glasbl\u00e4sern. Und ich glaube, so langsam verwirklicht sich so zu einem riesen Projekt und zu ganz viel neuem, was wir mal strukturieren und durchsprechen m\u00fcssen<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Wir haben jetzt ja festgestellt, Lauscha ist Geburtsort von Weihnachtskugeln. Aber was war jetzt trotzdem das besondere jetzt trotzdem zu sagen, okay, wir wollen es nur mit Lauschakugeln machen, sozusagen. Ich meine, es gibt ja wenig Alternative. Also es g\u00e4be ja wahrscheinlich auch Alternativen, aber wir hatten es ja schon, keine Masse, mehr Klasse. Aber genau, warum Lauscha?<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Also Lauscha vor allem, es ist die Ecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus &#8211; Ich finde, gutes Argument, genau.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Kurze Wege sind immer gut, aber eben halt auch, weil es die Geburtsst\u00e4tte des Christbaumschmuckes ist, war f\u00fcr mich Lauscha da die erste Anlaufstelle \u00fcberhaupt. Man findet dort oben ganz ganz viele Menschen, die mit diesem ganzen Thema Glas und auch ganz ganz viele Betriebe, die mit diesem Thema Glas umgehen. Das ist dort der Dreh- und Angelpunkt des Seins, will ich mal fast sagen. Und ich habe festgestellt, auf meinen Reisen nach Lauscha und auch in den Gespr\u00e4chen mit H\u00e4ndlern oder Glasbl\u00e4sern aus anderen Regionen Deutschlands oder auch Europa, dass es doch schon noch mal was anderes ist. Das ist so die Frage der Philosophie dahinter. In Lauscha habe ich das Gef\u00fchl, dass dieses Handwerk tats\u00e4chlich gelebt wird. Und das war f\u00fcr mich der ausschlaggebende Punkt, zu sagen, ja, das ist auch die richtige Philosophie, die ich mit dieser Marke Glaswunde auch gerne vertreten m\u00f6chte, n\u00e4mlich dieses Handwerk zu leben und es eben nicht darauf ankommt, m\u00f6glichst viel an Ware zu produzieren, sondern m\u00f6glichst sch\u00f6n Ware zu produzieren. Und Ja, das war eigentlich so der Grund, warum Lauscha.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Und wie habt ihr es dann hingekriegt, denen also Tradition ist ja das eine. Nat\u00fcrlich gibt es die klassische Christbaumkugel und viele wollen auch genau diese Tradition an ihrem Baum sehen. Trotzdem muss man ja auch gucken, es gibt auch j\u00fcngere Menschen. Wie bringt man diesen wirklich, sagen wir mal, wahrscheinlich auch sehr alteingesessenen, auch sehr fest in ihrer Tradition drin, trotzdem bei, dass man auch Dinge mal ver\u00e4ndern muss, dass man auch Sachen braucht, die sich, sagen wir mal, der moderneren Zeit anpassen, sprich auch die Form mal zu ver\u00e4ndern, andere Dinge<\/p>\n\n\n\n<p>zu machen. Und wie bringt man es denen bei, dass man ja dann auch gleichzeitig quasi das Handwerk aus Lauscher mit moderneren, ja vielleicht auch den Kindern zutr\u00e4glicheren oder einfacher zug\u00e4nglicheren Dingen verbindet?<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Ich glaube, das ist an dem Punkt gar nicht zu sehr auf diese Ver\u00e4nderung zu dr\u00e4ngen, sondern zu sagen, ihr habt eure Daseinsberechtigung, eure Handwerkskunst, euren geschichtlichen und traditionellen Hintergrund. Wir haben das Gl\u00fcck, dass wir mit Glasbl\u00e4serfamilien zusammenarbeiten, die sich des Wandels durchaus bewusst sind und auch bereit sind, uns mal probieren zu lassen. Ich glaube, da ist bei uns die gute Mischung aus, wir haben unsere Fachexpertise im Sinne der Handwerker und wir haben aber dieses nicht vom Fach sein, also diesen \u00fcber den Tellerrand hinausblickenden Charakter, So ein bisschen, wo man auch diese zwei Welten halt sieht. Also einmal der Gro\u00dfst\u00e4dter gegen den kleinen Lauscherer und auf der anderen Seite auch dieses Online Business, das weltweite Agieren im Online Bereich und der Social Media und Marketingwelt und der Erfahrung allgemeinen Webprojekten gegen\u00fcber diesem klassischen traditionellen Handwerk. Und da geht es uns und das ist auch was, was wir sehr, sehr leben und auch immer wieder betonen es geht nicht darum, das eine zu ver\u00e4ndern, um das andere nach vorne zu bringen, sondern beides miteinander zu verbinden und klassische Strukturen wie zum Beispiel die V\u00f6gelchen oder die ganz einfache Glaskugel. Es ist eine Glaskugel. So, und ob man die dann bemalt oder nicht bemalt und ob man sie rot f\u00e4rbt oder neonpink, das sind einfach Versuchspunkte, wo man sagt, wir haben den Luxus, in kleinen Auflagen Dinge ausprobieren zu k\u00f6nnen, ohne dass wir mit dem Finger auf die Produkte, die es schon seit eh und je gibt, zeigen und sagen nee, das ist ja alles alt. Also wir versuchen viel Tradition und Moderne miteinander zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis &#8211; Da habe ich eine Geschichte zu. Taleka &#8211; Na dann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Auf meiner Tour durch Lauscha habe ich ja nat\u00fcrlich dann \u00fcberall bei den einzelnen Glasbl\u00e4sern auch so ein paar Musterst\u00fccke eingekauft, um dann zu sagen so wie baut man eventuell dann auch ein Sortiment auf und was macht man so an traditionellen St\u00fccken, was macht man eventuell an moderneren St\u00fccken. Und dann habe ich bei diesen Menschen, die ihr Handwerk wirklich verstehen, wundersch\u00f6ne Ornamente<\/p>\n\n\n\n<p>bekommen, die aber in ihrer Verpackung eigentlich untergegangen sind. Das war ein einfacher grauer Karton mit ein bisschen Papier drin. Hat man die dann reingesetzt und dann hat man mir die in die Hand gedr\u00fcckt. Und da habe ich festgestellt ja, diese Handwerker, die ihr Handwerk super gut beherrschen, sind keine Verk\u00e4ufer. Das ist aber das, was wir k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen das ganze Handwerksthema auf die B\u00fchne bringen, die dieses Handwerk eigentlich verdient und auch diese wundervollen Ornamente verdienen. Und deshalb haben wir ganz viel Zeit und Geld in die Entwicklung unserer Verpackung gesteckt, dass sie sowohl im Onlinehandel wie auch im station\u00e4ren Handel gut funktioniert und dass auch alles drumrum um dieses Handwerk, diese entsprechende Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Handwerk mittr\u00e4gt. Das war uns ganz, ganz doll wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Das sind halt letztendlich irgendwo die Geschichten, find ich, die es manchmal einfach, ja die manchmal wert sind, einfach erz\u00e4hlt zu werden. Ja, ob das jetzt immer nur ihr erz\u00e4hlt oder ob wir dann ne mit den G\u00e4sten auch andere finden, die halt vielleicht auch Parallelen haben, wo man halt sagt, es gibt Ber\u00fchrungspunkte. Wir haben ja jetzt, da k\u00f6nnen wir jetzt ja auch schon mal drauf eingehen, was wir jetzt so ungef\u00e4hr geplant haben f\u00fcr die n\u00e4chsten Folgen. Das sind jetzt ja erstmal, dass wir so vom Inhaltlichen sehr nah in die Weihnachtszeit reingehen. Ja, weil es wird ein paar Aktionen geben, Aktionstage im Coburg, die man nat\u00fcrlich auch mit einem station\u00e4ren Laden sehr gut verbinden kann. Ja, aber wir haben uns auch ab n\u00e4chstem Jahr sozusagen auf die Fahne geschrieben, uns mal mit der Glaskunst an sich zu besch\u00e4ftigen. Ja, wir haben es heute schon gesagt mit Unesco Welterbe, Lauscher Region und halt auch. Und ich glaube, das ist halt vielleicht auch was, was diesen Podcast dann irgendwann ausmachen kann, dass halt. Ja, es ist halt ein Medium, was im Moment krass konsumiert wird, auch von j\u00fcngeren, was vielleicht, wenn sie halt Geschichten wieder h\u00f6ren, die sie vielleicht auch ansprechen, dann halt auch einer Region wie Lauscha wieder gut tun kann, weil sie vielleicht dann auch einfach manche, manche jungen Menschen verstehen. Handwerk ist was, was sich lohnt. Ja man sagt nicht umsonst der Handwerker ist der Million\u00e4r von morgen<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis &#8211; Wohl wahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Da sprichst du auch was an. Thema junge Menschen und Handwerk und Verein. Wir f\u00fchren ja in Coburg jetzt unseren ersten Store und haben uns ja auch ganz bewusst f\u00fcr<\/p>\n\n\n\n<p>ein Konzept entschieden, was gar nicht so neu ist. Weil dass man Handwerk zum Anfassen und Beobachten hat, hat eigentlich jahrelange Tradition. Sie ist nur aufgrund von gro\u00dfen Handelsketten und so weiter stark zur\u00fcckgegangen. Also auch ich als geb\u00fcrtige Berlinerin bin au\u00dferhalb von Berlin gute sechs Jahre zur Schule gegangen und ich konnte meinem Schuster durch ein gro\u00dfes Schaufenster zugucken, wie der halt die Schuhe repariert hat. Und das war ja auch eine Idee, warum wir in Coburg gesagt haben, wir machen die Schauwerkstatt, um halt den Menschen wieder das Handwerk n\u00e4her zu bringen. Das Konzept, einfach in den Laden zu gehen und Ware zu kaufen, die ich auch online bekomme, ist nat\u00fcrlich so ein Punkt, wo wir gesagt haben, nee, das machen wir nicht. Wir setzen das Handwerk wieder in den Fokus. Wir haben eine kleine Schauwerkstatt eingerichtet, wo sowohl das Glasblasen als auch das Glasbemalen m\u00f6glich ist und auch sehr, sehr viele Menschen begeistert. Ob es jetzt dann vor den Schaufenstern ist, nur zum Zugucken oder auch die M\u00f6glichkeit, selber mal eine Kugel aufzublasen, wo wir einfach auch gerade jungen Menschen wieder etwas nahe bringen, wo die teilweise auch gar nicht wissen, dass es das Mundgeblasen so eigentlich gibt, dass es halt nicht.Typisch ist, irgendwie in einen anderen Laden zu gehen und zu sagen: \u201eAch, da gibt es ja Weihnachtskugeln, die nehme ich mal mit, sondern auch zu sagen: \u201eHey, da sitzt wirklich einer vor einer Flamme und bl\u00e4st den Kolben auf und dann wird der verziert und diese ganzen Schritte und diese Traditionen einfach mehr auch in den Fokus zu r\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Das Thema Handwerk zum Anfassen, glaube ich, ist ganz, ganz doll wichtig in unserer jetzigen Zeit. Warum soll ich mir die M\u00fche machen, als Kunde \u00fcberhaupt noch zum Einkaufen vor die T\u00fcr zu gehen? Und das war eigentlich auch eine der Hauptideen, diesen Laden zu machen, weil wir gesagt haben, der Kunde kommt nicht mehr nur zum Einkaufen, sondern vor allem auch, etwas zu erleben. Also haben wir gesagt, wir wollen dort folgendes miteinander kombinieren, n\u00e4mlich einmal, dass unsere Kunden sehen, wie wird unsere Ware hergestellt, also dieses Thema anfassen? Warum rufen wir einen gewissen Preis auf, das Thema Wertigkeit und Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Handwerk und dem Kunden, aber gleichzeitig auch was zu bieten als Erlebnis, dass man sagt: \u201eIch gehe gerne in die Stadt, weil ich etwas erleben kann. Und damit wollen wir auch der Stadt Coburg ein St\u00fcck weit was zur\u00fcckgeben. Nach Corona hatte Coburg ja auch ein St\u00fcck weit mit Leerstand zu k\u00e4mpfen, was ich jetzt, habe ich zumindest so das Gef\u00fchl, wieder bessert. Aber der Kunde kommt halt in die Stadt, was zu erleben. Und deswegen da haben wir gesagt: \u201eDa schaffen wir die Synergie aus diesen drei gro\u00dfen Punkten und das ist, glaube ich, hier unsere Daseinsberechtigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Dass die Handwerkskunst wieder sichtbarer wird. Genau. Ich glaube auch, dass das vor allem f\u00fcr einen Laden, der eigentlich erst mal etwas sehr Saisonales hat, schon noch mal so ein gewisser Anziehungspunkt, dass die Leute wirklich verstehen, man kann dir das ganze Jahr sich was angucken.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Da sprichst du einen ganz, ganz wertvollen Punkt auch an: Nur wenn man unser Produkt, ich sage mal, zur Haupt Jahreszeit ab dem vierten Quartal kaufen kann, hei\u00dft das ja nicht, dass wir auch erst im vierten Quartal anfangen einzukaufen und zu produzieren. Also unsere Glasbl\u00e4ser arbeiten das ganze Jahr durch. Das f\u00e4ngt bei unseren Planungen, zum Beispiel im Januar, Februar an. Was f\u00fcr neue Figuren nehmen wir auf? Welche Farbmuster haben wir eventuell, die wir mal ausprobieren wollen? Dann besprechen wir uns mit unseren Produzenten. Dann produzieren die unsere Ware. Wir sitzen teilweise \u2013 und nicht jeder Job hat \u2013 nur sch\u00f6ne Zeiten. Und dann ist es schon frustrierend, wenn andere im Freibad sind bei 30 Grad und man hier Weihnachtonomente einpackt. Ich meine, man macht das alles immer sehr gerne, aber manchmal sind dann schon so die Punkte, wo man denkt: \u201eSuper, so eine Kugel Eis w\u00e4re jetzt auch nicht schlecht, aber man muss dann das ganze Jahr. Man hat das ganze Jahr Weihnachten. Und so ist es auch bei unseren Glasbl\u00e4sern. Nat\u00fcrlich machen wir auch weit mehr als nur Weihnachtskugeln, sondern es wird auch ein Oster-und Sommersortiment geben. Das Thema, was wir zum Beispiel machen mit den Granulatkugeln, die unten aufblasbar sind, ist ja etwas, wo wir ganz bewusst darauf setzen, dass es nicht unbedingt nur mit Weihnachten zu tun hat, sondern so eine Granulatkugel kann man ja auch durchaus das ganze Jahr ins Fenster h\u00e4ngen. Und weil du es auch vorhin angesprochen hast: Es birgt Faszination. Und dazu kann ich eine ganz s\u00fc\u00dfe Geschichte erz\u00e4hlen. Ich hatte eine Kindergartengruppe, die hier lang spaziert ist und vor dem Fenster stand und die Erzieherin so ein bisschen versucht hat zu erkl\u00e4ren, aber auch nicht wusste, was so genau da ist. Und dann habe ich mitgekriegt und bin raus und habe sie in den Laden geholt und habe denen das alles erkl\u00e4rt, was wir hier machen, warum wir es so machen. Und am Samstag kam auf einmal ein kleines Kind mit seiner Mama in den Laden und meinte: \u201eMama, schau mal und da steht eine Feuerwehr und guck mal, du liebst doch Erdm\u00e4nnchen. Da auch gerade den Kleinen die Besonderheit an die Hand zu legen und zu sagen: \u201eGuck mal hier, so wird das gemacht und dann hast du am Ende ein fertiges Produkt, fasziniert, glaube ich, alt wie jung. Und wenn ich dann an eine \u00e4ltere Dame denke, die zur Er\u00f6ffnung hier in den Laden kam und sagte: \u201eAch na ja, als kleines M\u00e4dchen hat sie ja mal mit f\u00fcnf, sechs muss sie gewesen sein, in Lausche auch eine Kugel aufgeblasen. Und das findet sie so sch\u00f6n, weil das bei ihr wieder Erinnerungen wachruft. Und dann<\/p>\n\n\n\n<p>hier so stand und so herumgedruckst hat und ich dann gesagt habe: \u201eNa ja, wollen Sie denn selber auch Und sie gleich: \u201eNein, nein, ich bin 84. Ach, das brauche ich nicht. Ich sage: \u201eAber es sieht doch so aus. Probieren Sie es doch. Und die dann wirklich mit Tr\u00e4nen in den Augen dagestanden ist und gesagt hat, dieses noch mal erleben zu d\u00fcrfen, geht einfach so \u00fcber Grenzen hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Sei es jetzt, dass man hochf\u00e4hrt nach Lauscha oder dass man ein bestimmtes Alter hat. Ich glaube, diese Faszination f\u00fcr dieses Handwerk ist einfach, das zum Anfassen zu holen und auch so ein bisschen die Barrieren zu brechen und zu sagen, wir versuchen vieles einfach auch wieder sichtbar zu machen, ist, glaube ich, ein sch\u00f6ner Anreiz und gerade auch eine Lage am Markt eins a zur Weihnachtsmarktzeit in der Spitalgasse, wo man viele Menschen im Vorbeigehen sieht, die man dann f\u00fcr regionale Kunst begeistern kann, ist, glaube ich, sehr viel wert<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Und wer die Glasbl\u00e4serin mal in Action sehen will, sollte definitiv immer samstags in der Stadt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>Samstags von 10 bis 18 Uhr haben wir unsere liebe Anja da, die live in Action sowohl mit euch Kugeln aufbl\u00e4st, als auch kleine Fig\u00fcrchen zaubert.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Und wen haben wir in Episode Zwei da?<\/p>\n\n\n\n<p>Taleka<br>In Episode zwei haben wir das gro\u00dfe Gl\u00fcck-Markus Zimmer, glaube ich, ne? Genau, unseren Nachbarn, unserem Nachbarn direkt am Markt als Gast begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis<br>Genau, Markus Zimmer aus dem Goldenen Kreuz wird unser erster nachbarschaftlicher Gast.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus<br>Und ich habe geh\u00f6rt, wir lernen endlich was \u00fcber das Geheimnis des Rutschers.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis &#8211; Richtig.<br>Markus &#8211; Das Kochhandwerk von Coburg.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das war Episode Eins von Glasklar. In der n\u00e4chsten Folge sprechen wir mit Markus Zimmer vom Goldenen Kreuz, Coburgs \u00e4ltesten Gasthaus. Es geht um die fr\u00e4nkische K\u00fcche, das Geheimnis der Coburger Rutscher und warum Handwerk auch in der Gastronomie z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis bald.<\/p>\n<\/details>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Episode 1 &#8211; Sprechen wir mit Markus Klante von Crushed Eyes Media dar\u00fcber, wie wir auf Idee kamen diesen Podcast zu machen und was uns bewegt hat, im September 2025 ein Gesch\u00e4ft f\u00fcr Christbaumschmuck in Coburg zu er\u00f6ffnen.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[71],"tags":[],"class_list":["post-4886","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Folge 1: Die Anf\u00e4nge - wer wir sind &amp; warum wir hier sitzen. - Glaswunder<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Willkommen bei Glasklar, dem Podcast, der euch hinter die Kulissen von Handwerk, Kunst und kreativen Menschen aus Coburg und Umgebung mitnimmt. 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